Mittwoch, Oktober 28, 2009


Hier mein Ergebnis der ersten Stickaufgabe: Linienstiche und einfache Couching-Techniken. Ich habe handgefärbtes Perlgarn, Tussah-Seidengarn, handgesponnene Wolle sowie feine ägyptische Baumwolle verarbeitet.
Neben dem Filzen werde ich mich jetzt mal wieder dem Sticken widmen. Angeregt durch einen Artikel in einer Kreativzeitschrift habe ich mich jetzt zu einem online-Stickkurs von Anne Lange aus Mainz angemeldet. Der Kurs läuft 9 Monate und es gibt jeden Monat eine neue Aufgabe von ihr. Und wenn man möchte kann man ihre selbstgefärbten Stickgarne dazu bestellen. Dies sind wunderbare Farben und Materialien. Ein echter Geheimtip diese tollen Stickgarne!!! Auf ihrer webside findet man alles Wissenswertes rund um das Sticken und dort kann man auch die tollen Garne bestellen.www.lange-nadel.de (siehe Link: Stickseite von Anne Lange)

Hier ein paar gestickte Beispiele aus den letzten Jahren: Eine verzierte Jeans, eine Bluse und eine Detail aus einer Weste.



Sonntag, Oktober 25, 2009

Die Nadelvliesblätter habe ich auf einem Chiffonuntergrund, der mit Merionwolle im Vlies belegt wurde, aufgelegt und in der Waschmaschinentechnik verfilzt.
Die australische Merinowolle kardiert im Vlies habe ich bei der Fa. wollknoll.de bestellt. Es gibt dort noch wunderschöne kardierte Vliese zu kaufen.

Samstag, Oktober 24, 2009

Der Herbstwald mit seinen wunderschönen Farben animiert mich immer wieder... Ich habe aus selbstgefärbtem Nadelvlies Blättermotive zugeschnitten, die ich einfilzen werde.

Nach dem Urlaub direkt wieder mit dem Filzen begonnen: Ein neues Werk in der "Waschmaschinentechnik". Als neue Variante habe ich kreisrunde Nadelvliesmotive aufgelegt und dies funktioniert auch!
Liebe blog-Leser, ich bin wieder zurück. Von herbstlich regnerisch und stürmisch bis hochsommerlich warm, war alles in dieser Woche dabei. Die Touristenorte waren leergefegt und es war ein Griechenland, wie ich es so nicht kenne, da ich ja immer nur im Hochsommer dort bin. Aber ich habe trotzdem im Bikini am Pool gelegen und war sogar noch im Meer...




Montag, Oktober 12, 2009

Liebe blog-Leser: Ich bin noch mal weg! Es zieht mich wieder nach Griechenland, diesmal nach Lesbos, wo ich schon vor 2 Jahren war. "Weg.de" machts möglich. Als "Pauschi" für 1 Woche wieder ans Meer. Ein griechisches Element war schon bei dieser Buchung dabei: Eine Fax kam mit der Nachricht, das unser gebuchtes Hotel an genau dem Tag schließt , wenn wir anreisen?!? Das Reisebüro wurde auch von dieser Nachricht überrascht!!!Irgendwie prima?!? Jetzt sind wir umgebucht in eine andere Stadt als geplant, aber von einem 3-Sterne auf ein 4-Sterne-Hotel. Bin schon sehr gespannt.....
Impressionen aus Lesbos aus dem Jahre 2007:




Sonntag, Oktober 11, 2009


Uli Spiro trägt ihren "wandelbaren Schal"



Nunofilzschal "Wandelbarer Schal", entstanden in einem 1-Tageskurs im Werkladen Jeromin in Mannheim Idee: Filzerin Uli Spiro
Ein Herbstferienbeginn nach meiner Vorstellung: Ich habe ihn begonnen mit einem kreativen Filztag in Mannheim im Werkladen Jeromin, einem Fachhandel für Textildesign, Seide, Farben, Filzwolle, Literatur...siehe Link.
Ja, es war ein kleiner Ausflug, doch prima zum Abschalten vom leider doch sehr stressigen Schulalltag. Die Idee dazu kam mir durch einen Artikel in der letzten Filzzeitschrift FUN (4/09), wo die Filzerin Uli Spiro ihren "Wandelbaren Schal" beschrieben hatte. Dies ist ein wunderbar leichter Nunoschal mit einem "Schlitz und 12 Löchern", natürlich an den richtigen Stellen, denn dadurch kann man ihn unglaublich wandelbar tragen. Eine wirklich tolle Idee. Kombiniert wurde die Fertigung dieses Schals mit dem Filzen in der Waschmaschine. Hier hat Frau Jeromin viel ausprobiert und ihre beste Lösung kann man auf ihrem blog: www.jeromin-shop.com/blog unter der Rubik Filzen nachlesen. Es ist wirklich eine praktikable Lösung für das Anfilzen der Fasern auf dem Seidenstoff.
Wir waren auch eine sehr nette kleine Filzgruppe und der Austausch untereinander wurde rege gepflegt. Wir wurden prima mit vegetarischen Biospezialitäten verwöhnt. Die beiden Inhaber nahmen aktiv am Kursgeschehen teil und verbreiteten gute Atmosphäre und gaben mir persönlich auch wieder viele interessannte Anregungen für meine textile Ideenkiste. Dazu folgt demnächst ein weiterer Eintrag.



Dann ging es los. Je nach Körperstatur haben wir uns für die Maße unseres Schals entschieden. Frau Uli Spiro hatte natürlich die entsprechenden Größenvorlagen dabei. Ich habe mich bei den Farben für eine grau-schwarze Variante gewählt, die mit farbigen Seidenfasern aufgelockert werden sollte. Zuerst wird der Polyestertaft auf den Tisch gelegt und ein Handtuch wird am Anfang in den Polyesterstoff eingewickelt. Dann wird der Chiffon aufgelegt und die Merinowolle hauchzart auf dem Chiffon verteilt. In diesen Polyestertaft wird der Schal dann eingerollt, um ihn dann in die Waschmaschine zu stecken. Auf dem blog von Jeromin (siehe Link) oder in der Zeitschrift FUN kann man die einzelnen Schritte genau nachlesen.



Nach einem einstündigen Waschgang bringt uns Frau Jeromin nun die "Stoffpakete". Jetzt heißt es Schnüre aufschneiden und auswickeln. Und tatsächlich ein hauchdünner,angefilzter Nunofilzschal kommt zum Vorschein, der zwar leicht am Polyesterstoff haftet, aber sich trotzdem gut davon lösen lässt. Unser Staunen war wirklich groß, dass dies so gut geklappt hat!! Jetzt wurde als nächstes der Schal noch mit Seife und Wasser behandelt und nach einer Walkphase waren dann die Fasern gut mit dem Seidenstoff verbunden. Zu guter letzt wurde an den richtigen Stellen der Schlitz und die Löcher eingeschnitten. Auswaschen und dann mit Essig neutralisieren und fertig war der "wandelbare Schal".

Uli Spiro mit ihrem "wandelbaren Schal", den man auch als Kopfschmuck tragen kann.
Weitere Infos zu Frau Uli Spiro gibt es unter der Adresse: www.ulis-textilwerkstatt.de, wo Sie auch Kurse gibt.

Freitag, Oktober 02, 2009




Filzcorsage, gearbeitet in einem Filzkurs mit Heidi Greb. Ein paar Informationen zu diesem Workshop.
Filzkurs mit Heidi Greb in der Wollfabrik Mönchengladbach (siehe Link) vom 24 bis 26 September.
In der Wollfabrik kann man schon seit über 13 Jahren Filzkurse bei interessanten Filzkünstlern belegen. Im schön eingerichteten Verkaufsbereich findet man als Filzerin alles, was man so braucht: wunderschön gefärbte Merinowolle, Bergschafwolle, Nadelvliese, Seiden-, Leinen- und Wolletaminestoffe für die Nunofilztechnik, Wolle zum Stricken und Filzliteratur. Die beiden Besitzer führen den Laden mit viel Engagement und helfen bei jeder Frage. Der Kurs mit Heidi Greb, die aus Mittenwald kommt, hat ihren eigenen Filzstil entwickelt und mir hat es viel Spass gemacht mit ihr zu arbeiten. Der Kurs war mit 6 Teilnehmer gut überschaubar, aber mehr hätten es auch nicht sein dürfen. Heidi musste uns allen doch bei vielen Schritten helfen. Die Kursarbeit und der Austausch mit den Filzern war sehr anregend,doch der Kurs war auch sehr intensiv und anstrengend. Wir haben auch unseren eigenen Filzschnitt erstellt und man glaubt wirklich nicht, wieviel Arbeit es ist ein Kleidungsstück zu filzen. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn wir sind alle mit einem sehr individuellen Kleidungsstück nach Hause gefahren. Hier nun mein Bericht:

Die wunderschönen Eigenkreationen der Teilnehmer: Individuell und ausgefallen!
Die Filzkleidungsstücke, die nahtlos gefilzt wurden sitzen perfekt. Heidi ist eine sehr gute Kursleiterin, die die individuellen Wünsche der Teilnehmer umsetzen konnte.
Wir bei der Arbeit...


Am 1. Kurstag hat uns Heidi Greb ihre eigenen Kleidungsstücke gezeigt und diese haben uns dann zu unserer eigenen Kleidungsidee inspiriert.

Heidi Greb im Gespräch mit den Kursteilnehmern.

Auf dem Foto sieht man Vorübungsfilze von Heidi.
Sie hat uns dann gezeigt, wie man eine Gürtelschnalle, eine kleine Tasche und einen Filzknopf herstellt. In diesen Details steckt oft mehr Arbeit als man so glaubt. Dann haben wir noch eine Materialprobe gefilzt, um damit den Schrumpfungsprozeß auszurechnen. Diese Angaben benötigt man für die Vergrößerung des Grundschnittes.

Heidi zeigt uns in welcher Technik sie den Filz auf das Vlies legt.

Heidi erklärt wie man einen Schnitt zeichnet und worauf man achten muss.
Am 2. Tag ging es also dann weiter mit der Schnittgestaltung. Ich persönlich habe mich mit dieser Aufgabe sehr schwer getan, aber Heidi hat mich da nicht im Stich gelassen und mir über diese schwierige Klippe geholfen. Dann wurde das Nadelvlies in der richtigen Schnittgröße zugeschnitten und die Merinowolle aufgelegt. Für mein Oberteil brauchte ich noch 2 lange Filzkordeln, die ich zuerst filzen musste, bevor es losging. Ja und erst gegen späten Nachmittag habe ich mit dem Anfilzen der Kleidungsteile begonnene. Bis 20.00 Uhr war ich dann tatsächlich mit dem Anfilzen fertig und die Teile blieben dann in der Noppenfolie bis zum nächsten Tag liegen.
Am 3. Tag wurde das Rückenteil mit den beiden Vorderteilen zusammengefilzt.
Heidi zeigt, wie man die Seitenteile an das Rückenteil anfilzt, ohne das eine Naht entsteht.

Nach diesen Anfilzen aller Teile wurde der Filz vorsichtig leicht bewegt und geworfen, bis sich die Fasern der Merinowolle mit dem Vlies sichtbar miteinander verbinden. Immer wieder faszinierend zu beobachten.
Dann gab es die erste Anprobe des noch feuchten Filzkleidungsstückes und die Detailarbeit konnte losgehen.
Wirklich spannend war die Ausformung des Busens bei den Kleidungsstücken. Heidi hat die Busenform richtig aus dem Filz herausmodelliert, was natürlich dann einen viel besseren Sitz ergibt. Diese Technik hatte ich noch nicht kennengelernt und wir hatten natürlich viel Spass dabei....

Hier noch ein paar Impressionen von 2 tollen,fertigen Kleidungsstücken. Sie sitzen perfekt und vor allem die Details ( eingefilzte Locken am Bustier oder am Kragen sowie die wunderschönen Knöpfe)machen sie zu einer Augenweide.