Samstag, Februar 25, 2017

Farben, Schablone und Rakel







fertig gefilzt
Detail

Detail einer Schnecke
In die Zwischenräume habe ich mit dem Pinsel hineingearbeitet.


3D-Filzen mit NEON-Dekafarben - neue Inspirationen für das Filzen
Auf der Suche nach neuen textilen Ideen, werde ich seit Jahren von Sabine und ihrem Bruder Fritz aus Mannheim inspiriert. Sie führen den Jerominshop in Mannheim und werden immer wieder fündig, neue Ideen und neue Produkte für die textile Gestaltung zu finden, auszuprobieren, Kurse dazu zugeben und auf ihrem  hervorragenden Textilblog darüber zu berichten. Jetzt nun über das 3D-Filzen!!!
Das wollte ich mal ausprobieren: 
Dazu braucht man als erstes die speziellen Farben, nämlich: NEON-Dekaprint 2000 Siebdruckfarben.Die normalen! Siebdruckfaben von Dekaprint funktionieren hier nicht für die Technik. Dann sucht man sich aus der großen Auswahl der Siebdruckschablonen, die Jeromin schon seit längerem anbietet, die Schablonen aus. Ich habe ja mit diesen Schablonen schon eine Vielzahl von Stoffen gearbeitet und auf meinem blog vorgestellt. Bei der Schablonenauswahl habe ich jetzt auch schon meine Erfahrungen gemacht, daher zeige ich euch erstmal das Motiv Schnecke in groß und klein, was gut funktioniert. Wie ihr anhand der Bilder seht, wird mit einem speziellen Rakel die Farbe durch das Sieb auf die Pongee05-Seide gedrückt. Die Technik funktioniert am deutlichsten auf der Pongee05Seide. Die Farbe muss die Seide gut durchdringen, am besten über Nacht trocknen lassen. Auch ist wichtig die Seide am Rand festzukleben, denn beim Abziehen der Schablone gibt die Seide immer wieder nach. Die Schablonen zügig reinigen, damit die Farbe diese nicht verklebt. Die Abstände der Motive sind beim ersten Versuche noch relativ weit auseinander, weil sonst die Gefahr besteht mit der Schablone nochmal etwas zu verschmieren. Daher habe ich bei meinem 2. Stoff mit dem Pinsel Effekte in die Leerstellen hereingemalt. Es gibt aber auch noch einen anderen Trick, wie man  die Motive näher zueinander setzen kann, ohne etwas zu verschmieren. Das schreibe ich im nächsten Beitrag.
Ja und die Seide wird mit einem schwarzen Nadelvlies verfilzt. Dort, wo die Farbe sitzt, wird die Filzfaser reserviert und kann dort nicht an allen Stellen durchdringen. Es entstehen plastisch strukturierte Elemente im Filzstoff. Die Seide, die hervortritt ist nicht so weich wie Originalseide, sondern eher etwas verstärkt, was aber auch dazu beiträgt, dass der Stoff dadurch gut hervortritt.
Ja, für  meinen ersten Versuch hat alles geklappt und bei den nächsten Beispielen habe ich schon wieder neue Erfahrungen gemacht. Zu den Farben und ihre Wirkung auf dem Seidenstoff werde ich auch noch schreiben.

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